Der richtige Schritt
Wir haben es alle als Kinder gelernt. Der eine früher, der andere später. Doch ist unser gewöhnlicher Schritt für das Erklimmen der Gipfel immer der richtige? Worauf sollten wir achten? Zum Auftakt in die Wandersaison hat der Chef des Hauses, selbst passionierter Bergfreund und geprüfter Wanderführer, ein paar gute Tipps für Sie zusammengestellt.
Der richtige Schritt
Tipps von Gerhard Höflehner
Gehtechnik beim Bergabgehen
- Achten Sie beim Bergabgehen, dass Sie mit dem Ballen und dem ganzen Fuß aufsetzen.
- Achten Sie auf eine leicht gebeugte Kniestellung. Lassen Sie sich keinesfalls in ein gestrecktes Kniegelenk hineinfallen.
- Leichtes Vorbeugen des Oberkörpers und des Hüftgelenks machen eine gute und sanfte Abrollbewegung möglich.
Bergstöcke
Hier gibt es verschiedene Meinungen. Bergstöcke alleine garantieren noch keine Entlastung des Bewegungsapparates. Vor allem werden sie oft fälschlicherweise nur als Gleichgewichtsstütze genommen. Bergstöcke sind ein Alpingerät und der richtige Umgang damit muss erlernt werden. Folgende 3 Tipps gebe ich Ihnen dazu:
- Stöcke nicht zu weit vom Körper führen.
- Öfters einen Doppelstockeinsatz machen.
- Passen Sie die Stocklänge an. (Kürzere Stöcke beim Bergabgehen, längere beim Aufwärtsgehen.)
Wichtig: Das bewusste Gehen muss im Vordergrund stehen.
Ich selbst marschiere mittlerweile nur mehr auf ebenem Gelände mit Stöcken und mache das mit Nordic-Walking Stöcken. Im alpinen Gelände konzentriere ich mich voll und ganz auf die Gehbewegung und versuche, diese ganz bewusst und tief wahrzunehmen.
Die richtige Vor- und Nachbereitung
Tipps von Katrin Höflehner
Ich empfehle für den ersten Tag eine leichtere Tour, um den Körper auf die meist ungewohnte Belastung einzustimmen. Z. B. die Haustour auf den Hauser Kaibling. Wichtig: Langsam losgehen im Sinne eines Aufwärmens, um alle Systeme im Körper hochzufahren und auf Bewegung vorzubereiten.
Um im trainingswirksamen Bereich bzw. in Form eines Ausdauertrainings zu wandern, ist eine Pulskontrolle mit Pulsuhr empfehlenswert. Tipp: Leihen Sie sich während Ihres Wanderurlaubs im Hotel-Gasthof Knapplhof die Polar-Uhr gratis aus. Um die optimale Herzfrequenz zu bestimmen, wenden Sie sich bitte an Ihren Facharzt. Die Konditionsverbesserung lässt sich am besten messen, indem Sie beobachten, wie der Puls mit zunehmender Kondition zurückgeht.
Benutzen Sie Wanderstöcke hauptsächlich beim Bergaufgehen. Fürs Bergaufgehen eignen sich längere Stöcke, fürs Bergabgehen kürzere, die nur als Stütze vor dem Körper dienen. Vermeiden Sie allzu große Schritte. Eine starke Beugung bei hohen oder tiefen Tritten belastet vermehrt das Kniegelenk.
Um einem Muskelkater vorzubeugen, sollte die Belastung nicht abrupt beendet werden. „Abwärmen“, die Unterstützung der körpereigenen Regenerationsfähigkeit nach sportlicher Aktivität, kann in Form von leichten Dehnübungen der Ober- und Unterschenkelmuskulatur geschehen. Hierbei ist es wichtig, ein leichtes Ziehen der Muskulatur zu spüren, die Position 40 Sekunden zu halten und dann die Position zu wechseln.
Massagen, Sauna oder warme Bäder unterstützen den Körper, um optimal zu regenerieren für den nächsten Tag und die nächste Wanderung. Tipp: Unser Hot-Pot oder die neue Stadl-Sauna eignen sich hierfür hervorragend.
Besonders wichtig: Immer genügend Wasser dabei haben. In unserer Region treffen Sie zwar immer wieder auf Quellen, allerdings sollte man sich darauf nicht verlassen.
Richtige Ausrüstung, allerdings nur das Nötigste. Festes, allerdings leichtes Schuhwerk erhöht die Leichtfüßigkeit, den Aktionsradius und die Sicherheit.
Sonnen-, Regenschutz, Kartenmaterial müssen auch immer dabei sein.
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