2009 wurde das Natur- & Wellnesshotel Höflehner von der jungen Generation übernommen und wird seither mit hohem Qualitätsanspruch und innovativem Visionensgeist stetig weiterentwickelt. 10-Jahres-Jubiläum - Familie Höflehner im Gespräch über die schönsten Rückblicke und die imposantesten Ausblicke. 

Herr Höflehner, Sie haben das Hotel zu einem der Leitbetriebe der Region geführt. Worin lagen die größten Herausforderungen der letzten 10 Jahre und was waren für Sie persönlich die schönsten Erfolge?
Es gab viele schöne, große Erfolge. Wenngleich jeder Tag, an dem Mitarbeiter und  Gäste glücklich sind, für mich den Erfolg ausmachen. Wenn Gäste staunen, das Team lacht und die Stimmung gut ist, ist das ebenso Erfolg, wie wenn herausfordernde Situationen und Dinge, die wir uns nie zugetraut hätten, auf einmal Realität und Alltag werden. Erfolg ist für mich auch, wenn ich mir trotz der vielen Aufgaben die Schönheit unserer Natur täglich neu in Erinnerung rufe und diese mir Kraft gibt – wenn ich überzeugt bin von dem, was ich tue und Freude dabei habe.

Die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste stehen bei allen Um- und Weiterbauten im Vordergrund. Erinnern Sie sich an einen Gast, der Sie besonders inspiriert hat?
Es gibt viele inspirierende Gäste, und das fast täglich. Getreu dem Motto „Walk in your customer’s shoes“ versuche ich zu erkennen, was ihnen gerade fehlt. Anspornend sind Gäste, die aussprechen, was ich mir schon lange denke, aber noch nicht umgesetzt habe, ebenso wie jene, die mich zum Hinterfragen meines Tuns anleiten.

Wenn man sich die Geschichte der letzten 10 Jahre ansieht, wird eines klar: Stillstand ist keine Option! Welche Ziele verfolgen Sie noch?
Ich versuche den Tag zu nutzen, die Ziele ergeben sich „on the way“. Es gibt noch sehr viele Geschichten, die wir erzählen wollen! Wir möchten jedem Gast sein persönliches Urlaubsparadies schaffen, sodass er sich an den verschiedenen Erscheinungen unserer 6n-Philosophie erfreuen kann. Wir wollen, dass er das Herz und die Menschen spürt, die hinter dem Hotel stehen und dass er die wunderschöne Natur der Region, die es so nur einmal gibt, wahrnimmt. Wir möchten weiter nachhaltige Glücksphasen produzieren und ein Stück Tradition, Heimeligkeit, aber auch Aufgeschlossenheit, Innovation, Wärme und vor allem Wertschätzung schaffen.

Wo sehen Sie die größten Trends in der Hotellerie der nächsten Jahre?
Individuelle Wünsche, verschiedenste Motive und eine sehr große Bandbreite an Gästebedürfnissen werden immer wichtiger. Jeder möchte sein persönliches Hotelerlebnis auf höchstem Niveau und mit größter Perfektion. Der Gast möchte aber vor allem berührt werden – er möchte als Mensch wahrgenommen werden. Das Gesamterlebnis muss stimmig sein, Stil und Geschmack sind wegweisend.

 

 

Frau Höflehner, wie war es für Sie in ein so verwurzeltes Familienunternehmen einzuheiraten?
Als ich eingeheiratet habe stand hier noch der Knapplhof mit 19 Zimmern, teilweise auch mit WC’s am Gang, einer Kellersauna und mit einem eindeutigen Winterschwerpunkt. Mit unseren ersten Ideen ergaben sich neue Aufgaben und Möglichkeiten sich einzufinden. So durfte auch ich meinen Platz in der Höflehner Familie finden.

Zur Hochsaison umfasst Ihr Team 135 Mitarbeiter, dennoch sind Sie nach wie vor ein Familienbetrieb. Wie ist das Verhältnis zu Ihren Mitarbeitern?
Wir sehen sie als Familienmitglieder. Eine Familie, die mit jeder Entwicklung wieder etwas größer geworden und um neue Abteilungen und Berufsbilder gewachsen ist. Oberste Maxime ist und war immer, dass sich jeder unserer Mitarbeiter auf seinem Stück Lebensweg, den er hier mit uns verbringt, wohlfühlt. Da wir bei dieser Anzahl nicht mehr täglich selbst jeden antreffen, sind unsere Abteilungsleiter eine große Stütze, um diese familiäre Atmosphäre für all unsere Mitarbeiter zu schaffen.

Sie haben einen hohen Anteil an Stammgästen, die teils schon seit Jahrzehnten regelmäßig das Haus besuchen. Wie schaffen Sie es, diese immer wieder zu begeistern?
Wir sind sehr dankbar für unsere wiederkehrenden Gäste. Es ist schön zu sehen, dass sie immer wieder begeistert von unseren neuen Entwicklungen sind. Sehr oft sind es ja auch gerade sie, die uns anspornen und Tipps geben, was verbessert gehört. Gepaart mit Gerhards Visionen und dem beständigen Streben ein geniales Urlaubserlebnis für alle Gästeinteressen zu schaffen, scheint das ein Erfolgsgeheimnis zu sein, das unsere Gäste immer wieder aufs Neue begeistert.

 

Alice, Anna, Eva-Maria, im Hotelbetrieb ist immer etwas los – Wie ist es für euch dort aufzuwachsen, wo andere Urlaub machen?
Super, wir sind gerne im Hotel – da wird es nie langweilig! Toll ist, dass immer Kinder im Haus sind und aus den Kontakten schon viele Freundschaften entstanden sind. Nur wenn Papa wieder alles umbaut, das Hotel zu und keine Gäste im Haus sind, ist das traurig, weil alles so leer ist.

Welcher Hotelbereich ist für euch der coolste? Was sind eure Highlights im Haus?
Wir sind sehr gerne bei Susanne im Bambi Club, da kann man basteln und immer wieder neue Spiele ausprobieren. Die Spiele Alm ist aber auch sehr cool! Außerdem lieben wir die Skihütten, die Lifte, den Winter und natürlich das Schwimmbad!

Wollt ihr auch einmal Hoteliers wie eure Eltern werden?
Alle drei: Ja!!!

 

Herr Höflehner sen., der Knapplhof (Vulgo Name) ist bereits seit 1810 im Familienbesitz. Seit 1930 stand das Haus Jagdgästen zur Nächtigung zur Verfügung, 1957 hat Ihr Vater es zu einer Jausenstation mit 10 Fremdenzimmern umgebaut. Wie haben Sie den Betrieb als Kind wahrgenommen?
Wir wurden natürlich, wie auf Bauernhöfen zur damaligen Zeit üblich, schon von Kindestagen an zum Mithelfen angeleitet… Ich habe den Knapplhof von Grund auf mitaufgebaut. Ich war bei den Schleppliftanlagen, die mein Vater Gustav gebaut hat, ebenso mit am Werk, wie bei der Knapplhütte, die die ersten 20 Jahre ihres Bestehens noch „Liftstüberl“ hieß.

Sie haben das Erbe Ihres Vaters weiter gelebt und das Hotel gemeinsam mit Ihrer Frau Gerti weiterentwickelt. 2009 haben Sie den Betrieb an Ihren Sohn übergeben – Wie war das für Sie?
Wir haben unseren Kindern sehr viel Freiraum gelassen, denn man kann es ja nicht beeinflussen, ob und wie Motivation entsteht. Wir stammen aus einem sehr traditionellen Umfeld. Dass einmal ein Hotel dieser Größe entsteht, hätten wir uns in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

 

Frau Höflehner sen., Wenn Sie auf die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre zurückblicken – Wie stolz sind Sie auf den eigenen Sohn?
Im Grunde hat sich nicht viel verändert und trotzdem alles. Vor 10 Jahren hatten wir noch ein Skifahrerrestaurant – das war das Geschäft über Mittag.Es war nicht vorstellbar, dass wir einmal ein hochwertiges À-la-carte-Restaurant stattdessen führen. Die verschiedensten Gäste unter einem Dach zu vereinen ist die große Herausforderung und unsere Kinder machen das sehr gut. Sie sind bemüht die Traditionen weiterleben zu lassen.

Ihre 3 Kinder sind im Hotelbetrieb aufgewachsen, ähnlich wie jetzt Ihre drei Enkelinnen Alice, Eva-Maria und Anna. Was hat sich seither verändert?
Wir haben ja insgesamt 7 Enkerl. Das Schönste ist natürlich zu sehen, dass die Entwicklung weitergeht und vielleicht einer oder sogar mehrere irgendwann im „Familien-Imperium“ tätig sind.

 

Regina, Sie waren beruflich längerer Zeit weg vom Unternehmen. Wie ist es,  zurückzukehren und die vielen Veränderungen und Neuheiten zu sehen?
Einfach spannend! Es hat mich schon immer sehr beeindruckt, wie mein großer Bruder ständig den Betrieb wachsen lässt. Als ich meine Lehre im damals elterlichen Betrieb absolvierte, war unser Hotel gerade ein Drittel so groß wie heute. Der fließende, gut abgestimmte Zuwachs fasziniert mich – Es passt einfach alles so gut zusammen!

Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften eines Hoteliers?
Offenheit für Erfahrungen, Perfektionismus und Empathie: Diese 3 Eigenschaften besitzt mein Bruder bestimmt!

Harry, Sie arbeiten und leben als Familie eng zusammen. Das führt dazu, dass man schöne Erfolge, aber auch kleinere und größere Herausforderungen teilt. Wie ist der gemeinsame Alltag?
Es ist schön im eigenen Elternhaus arbeiten zu dürfen, wo man seine Kindheit verbracht hat und den Umgang mit den Gästen von klein auf gewohnt war. Bei Herausforderungen spürt man den Zusammenhalt der Familie, womit sich der Erfolg gewissermaßen automatisch einstellt. Wir (Gerhard, Regina und ich) sind sehr unterschiedliche Typen, haben uns aber immer gut verstanden! Deswegen passen wir auch betrieblich gut zusammen!

Was sind die schönsten Seiten des Hoteliers-Alltags?
Ganz klar begeisterte Gäste, und in unserem Fall unser zauberhaftes Umfeld, dessen man sich jeden Tag bewusst werden sollte!

 

 

Wir möchten auch mit unseren Gästen 10 Jahre Natur- & Wellnesshotel Höflehner feiern! Feiern Sie ein paar Tage mit uns und freuen Sie sich auf viele Neuheiten im Hotel!

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