Faszien findet man in unserem gesamten Körper, sie umgeben und durchziehen Muskeln und Organe, umhüllen Bänder und Sehnen und verbinden alles zu einem großen Ganzen. Deshalb werden Faszien auch als „Bindegewebe“ bezeichnet. Faszientraining kann bei richtiger Verwendung sehr effektiv sein. Unsere Aktivtrainerin Conny gibt Ihnen dafür die passenden Tipps.

Bei falscher Bewegung, Bewegungsmangel oder durch andauernde belastende Stresssituationen verklebt dieses Gewebe, die Faszien verlieren an Elastizität. Diese Verklebungen können sehr schmerzhaft sein und uns im schlimmsten Fall sogar in unserer Bewegungsfreiheit einschränken.

Deshalb ist es sehr wichtig die Faszien regelmäßig zu trainieren und zu pflegen. Beim Faszientraining denken viele Menschen sofort an die Faszienrolle, doch Faszientraining ist viel mehr als nur das Abrollen von Körperregionen. Korrekt angewendet kann eine Faszienrolle kleine Wunder im menschlichen Körper bewirken. Das Zauberwort ist hier aber RICHTIG. Deshalb gibt es von uns ein paar Tipps, wie ein Faszientraining aussehen sollte, damit es guttut und dem Körper nicht schadet.

Die richtige Anwendung

Bevor es an die Rolle geht, wird der Körper gut aufgewärmt und zwar am besten mit einem speziellen Faszientraining

Dabei werden Übungen in und aus der Dehnung ausgeführt. 
Federnde, elastische Bewegungen, kleine Sprungübungen, Schleuderbewegungen und Dehnungen bei denen in der Endposition etwas nachgewippt wird, erreichen das Bindegewebe und lockern es. Außerdem ist es gut alle Gelenke einmal durchzumobilisieren um Verletzungen vorzubeugen.

Ist der Körper warm und geschmeidig darf gerollt werden. Dabei sollte man sich der gewünschten Körperregion etwa eine Minute lang widmen, damit die Faszienpflege auch den gewünschten Effekt hat.

Gelenke unbedingt aussparen, also nicht über Ellenbogen, Knie, Handgelenke oder Sprunggelenke rollen

Auch die Wirbelsäule sollte nicht mit der Rolle bearbeitet werden, dafür gibt es eigene Doppelbälle, die so unter dem Rücken platziert werden, dass nur links und rechts der Wirbelsäule gerollt wird und nicht direkt auf den Wirbeln selbst.

Der Rücken sollte auch nicht im Liegen gerollt werden, sondern stehend an eine Wand gelehnt. So kann der Druck, der auf den Rücken ausgeübt wird, besser dosiert werden als im Liegen.

Der richtige Zeitpunkt

  • Bei Muskelkater besser nicht rollen. Ein Muskelkater ist nichts anderes als kleine Mikroverletzungen im Muskel, rollt man über den verletzten Muskel können diese Verletzungen schlimmer gemacht werden. Das beste Heilmittel gegen Muskelkater ist noch immer Ruhe, Entspannung und Wärme (z.B. in der Sauna oder im Whirlpool).
  • Nach einem anstrengendem Krafttraining oder einem langen Lauf sollte man auf die Faszienpflege verzichten
    Die Muskeln sind schon sehr belastet und freuen sich über eine Pause.
  • Faszientraining sollte als eigenständiges Workout einmal pro Woche stattfinden und wirklich aus Training und Pflege bestehen. Das dauert in etwa 50 Minuten und ist das Beste, was man seinem Körper bieten kann, wenn man möglichst lange fit und mobil bleiben möchte.

Wie das Training genau aussehen kann, kann man jede Woche im Rahmen unseres Aktivprogramms herausfinden. Dort wird auch genau gezeigt, was es mit den unterschiedlichen Härtegraden, Rollen, Bällen und Doppelbällen auf sich hat und noch einiges Wissenswertes rund um das Thema Faszien mitgegeben.

Hier geht es zu unserem
Aktivprogramm